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Keine Tomahawks für Merz: Trump stoppt Raketenabkommen, während die NATO-Spannungen zunehmen
Das Pentagon hat die geplante Stationierung des Typhon-Raketensystems in Deutschland abgesagt — dasselbe System, das Tomahawk-Marschflugkörper abfeuert, die Ziele in mehr als 1.600 Kilometern Entfernung treffen können, also von deutschem Boden aus gut in Reichweite Moskaus.
Politico berichtete diese Woche als Erstes darüber und berief sich auf zwei europäische Beamte und einen US-Beamten. Die Absage ist bestätigt.
Zwei offizielle Gründe wurden genannt.
Erstens sind die Raketenvorräte der Vereinigten Staaten nach dem Iran-Feldzug erschöpft — die USA verfügen derzeit schlicht nicht über genügend Tomahawks, die sie entbehren könnten.
Zweitens will Washington Russland nicht provozieren.
Putin senkte Russlands Nuklearschwelle im September 2024 und revidierte Moskaus Doktrin formell dahingehend, dass jeder konventionelle Angriff auf Russland, der von einer Atommacht unterstützt wird, als gemeinsamer Atomangriff gilt.
Tomahawk-Raketen im Herzen Europas zu stationieren — Raketen, die Moskau erreichen können — ist genau die Art von Schritt, die diese Doktrin auf die Probe stellt.
Trump liest dieses Signal sorgfältig. America First bedeutet, europäische Kriege zu vermeiden, nicht sie auszulösen.
Der unausgesprochene Grund — und was Biden begann
Es gibt auch einen dritten Grund, den in Washington offiziell niemand nennt.
Als die Vereinigten Staaten in den Krieg mit dem Iran zogen, weigerten sich europäische Nationen — darunter Deutschland — den Vereinigten Staaten zu gestatten, ihre eigenen Militärstützpunkte auf ihrem Territorium zu nutzen.
Das ist der entscheidende Punkt.
Rubio sprach dies direkt an. Europa will amerikanischen Militärschutz auf seinem Boden. Europa will amerikanische Raketensysteme, die auf Russland gerichtet sind. Doch als die Vereinigten Staaten ihre Verbündeten brauchten, um an ihrer Seite zu stehen, zog sich Europa zurück.
Bundeskanzler Friedrich Merz ging noch weiter — er kritisierte Trump öffentlich dafür, keine klare Strategie gegenüber dem Iran zu haben, eine Aussage, die das Weiße Haus nicht vergaß.
Die Trump-Regierung gab letzten Monat erstmals bekannt, dass sie die Pläne für Langstreckenraketen nach diesem öffentlichen Zerwürfnis auf Eis gelegt hatte.
Die Typhon-Raketen für Deutschland, die Berlin nicht erhalten wird, waren ein Versprechen aus der Biden-Ära — vereinbart im Sommer 2024 zwischen dem damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz und dem damaligen Präsidenten Joe Biden als Gegengewicht zu Russlands Iskander-Raketen in Kaliningrad, die westeuropäische Hauptstädte innerhalb von Minuten erreichen können.
Was Biden betrifft — es war seine Regierung, die Putin vor der Ukraine-Invasion Schwäche signalisierte und andeutete, der Westen könnte möglicherweise nicht entschlossen reagieren, wenn Russland nur einen „kleinen Einmarsch“ in ukrainisches Territorium unternähme.
Diese Aussage wurde weithin als grünes Licht für Moskau interpretiert.
Biden begann das Raketenabkommen. Trump beendet es. Und der Kontrast sagt alles darüber aus, wie jeder der beiden Männer die Stärke der Vereinigten Staaten bewertet.
Europas kriegerische Haltung — und die nukleare Realität
Während Washington sich zurückzieht, rüstet Europa lautstark auf.
Die NATO-Mitglieder streben bis 2030 jährliche Verteidigungsausgaben von 750.000 Millionen Dollar an, was fast dem Doppelten des aktuellen Niveaus entspricht.
Europäische Staats- und Regierungschefs äußern sich zunehmend konfrontativ gegenüber Russland, drängen auf größere Armeen, mehr Waffen und versuchen sogar, Armenien in ihre Einflusssphäre zu ziehen.
Die Rhetorik wird jeden Monat lauter.
Aber Rhetorik und Realität sind zwei verschiedene Dinge. Putin hat seit 2022 laut Analysten, die dieses Muster verfolgen, über 50 nukleare Drohungen ausgesprochen.
Während viele westliche Staats- und Regierungschefs aufgehört haben, diese Drohungen ernst zu nehmen, hat Trump das nicht getan.
Er ordnete an, US-amerikanische Atom-U-Boote näher an Russland heranzuführen, als Reaktion auf das, was das Weiße Haus als „provokante Aussagen“ bezeichnete.
Das ist keine Beschwichtigung, sondern strategisches Bewusstsein.
Eine in die Enge getriebene Atommacht mit einer gesenkten Doktrin-Schwelle und Raketen in Kaliningrad ist kein Bluff, den man leichtfertig aufdecken sollte.
Die Typhon-Raketen für Deutschland, die Berlin nicht erhalten wird, sollten die Abschreckung wiederherstellen. Aber Abschreckung ohne Solidarität der Verbündeten ist Theater.
Europa kann nicht amerikanische Waffen fordern und gleichzeitig amerikanische Führung ablehnen.
Churchill: Handlungen haben Konsequenzen
Es gibt einen Grundsatz, der so alt ist wie die Diplomatie selbst. Winston Churchill brachte es auf den Punkt: „Die Rechnung kommt immer.“
Deutschland hat Undankbarkeit, Kritik und schäbige Verweigerung gesät, als die Vereinigten Staaten Solidarität brauchten. Die Rechnung ist soeben eingetroffen, in Form von stornierten Raketensystemen, die Berlin nach eigenen Angaben „dringend benötigt“.
Echte Bündnisse beruhen auf Gegenseitigkeit. Trump ist schlicht der erste US-Präsident seit einer Generation, der bereit ist, diesen Maßstab durchzusetzen.
Europa sollte das zur Kenntnis nehmen.



