Carneys Traum „Neue Weltordnung“: Europa kann nicht führen, was es nicht finanzieren kann

Der kanadische Premierminister Mark Carney sagt, die internationale Ordnung werde „aus Europa heraus neu aufgebaut“. Doch West Virginia, der zweitärmste Bundesstaat der Vereinigten Staaten, übertrifft bereits das BIP pro Kopf Deutschlands. Europa kann seine eigene Armee nicht finanzieren, kann seine Sprachen nicht vereinheitlichen, kann ethnische Gruppen nicht einen und kann sich nicht auf eine gemeinsame Armee einigen. Tweets sind keine Weltordnung.

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Das Gebäude des Europäischen Parlaments
Das Gebäude des Europäischen Parlaments

Der kanadische Premierminister Mark Carney erklärte, die internationale Ordnung werde „aus Europa heraus neu aufgebaut“.

Einige von uns dachten sofort an die klassische christliche Filmreihe Left Behind (Kirk-Cameron-Version), in der der charismatische Bösewicht, der eine glänzende Neue Weltordnung versprach, ebenfalls Europäer war.

Wenn Carney für diese Rolle vorspricht, gibt es ein theologisches Problem: Der Überlieferung zufolge wird der Antichrist vollständig Italiener sein. Tut mir leid, Mark, das ist nicht ganz der richtige Pass.

Europa führt die Welt an, von hinten

Filme beiseite, die Wirtschaftsdaten sind brutal.

West Virginia, der zweitärmste Staat der Vereinigten Staaten, hat ein höheres BIP pro Kopf als Deutschland, Europas reichste Nation. Mississippi liegt Dollar für Dollar fast gleichauf mit Deutschland.

Dasselbe Europa, das seine eigenen Streitkräfte nicht ohne amerikanische Subventionen finanzieren kann, will nun die Weltordnung neu aufbauen? Womit?

Carney und seine europäischen Partner beschränken sich darauf, Tweets zu posten und die Lage zu beobachten, während die US-Marine in der Straße von Hormus kämpft.

Mark Carneys Größenwahn

Europa träumt auch von einem föderalen Europa, einem vereinten Superstaat als Rivalen der Vereinigten Staaten.

Doch Jahrhunderte unterschiedlicher Sprachen, tief verwurzelte nationale Identitäten, Einwanderer mit unvereinbaren Kulturen und auseinanderdriftende politische Kräfte machen diesen Traum zunehmend fragil.

Man kann keine Weltordnung auf einem Fundament errichten, das sich nicht einmal auf eine gemeinsame Sprache oder eine gemeinsame Armee einigen kann. Die Geschichte wartet nicht darauf, dass Europa seine Angelegenheiten in Ordnung bringt.

Die Vereinigten Staaten sind bereits weitergezogen.

Antwort auf @WallStreetMav [Antwort an: https://x.com/WallStreetMav/status/2051406811803123834?s=20]