This post is also available in:

Chinas Ressourcengriff in Kasachstan — und die Vereinigten Staaten sind nicht einmal dabei
Kasachstan ist der weltgrößte Uranproduzent und erzeugt über 43 % des globalen Angebots.
Das Land verfügt außerdem über gewaltige Ölreserven, kritische Mineralien und Erdgasvorkommen, die so umfangreich sind, dass bislang nur ein Drittel seines Territoriums überhaupt erkundet wurde.
Diese zentralasiatische Nation ist einer der strategisch bedeutsamsten Rohstoffknotenpunkte des Planeten.
Und China sichert ihn sich systematisch.
Chinas Ressourcengriff — die Zahlen sprechen für sich
Peking hat 60 Abkommen im Wert von 25.000 Millionen Dollar mit Kasachstan in den Bereichen Energie, Infrastruktur, Uran und Nukleartechnologie unterzeichnet.
China soll nun den Bau des zweiten und dritten Kernkraftwerks Kasachstans leiten.
Langfristige Uranlieferverträge wurden still und leise zwischen chinesischen staatlichen Nuklearkonzernen und Kasachstans nationalem Atomunternehmen Kasatomprom unterzeichnet, wodurch Peking für Jahrzehnte einen fest gesicherten Anteil an der Produktion erhält.
Chinas Belt and Road Initiative bezeichnet Kasachstan als die „Schnalle“ ihres Landgürtels, der Asien mit Europa verbindet.
Das ist keine Partnerschaftssprache. Das ist Eigentumssprache.
Als Kasachstan seine ersten drei Kernkraftwerke vergab, war Washington nicht einmal dabei: Kein US-amerikanischer Anbieter reichte ein Angebot ein, kein US-Finanzierungspaket lag auf dem Tisch.
Tina Dolbaia, außerordentliche Mitarbeiterin am Center for Strategic and International Studies (CSIS), warnte unmissverständlich: „Das Engagement der Vereinigten Staaten in Kasachstan ist wichtig, um eine tiefere russische und chinesische Verfestigung in diesem Sektor abzuschrecken.“
Die Belt and Road-Falle — und was die Vereinigten Staaten tun müssen
Dies ist das Drehbuch der Belt and Road Initiative in seiner reinsten Form.
China dringt mit günstiger staatlich geförderter Finanzierung vor, baut die Infrastruktur auf, sichert die Lieferketten und schafft Abhängigkeit nach Plan.
Trump unterzeichnete vier Exekutivanordnungen, um die US-amerikanische Kernenergie bis 2050 auf 400 GW auszubauen, eine mutige und notwendige Vision.
Doch die Vereinigten Staaten besitzen weniger als 1 % der weltweiten Uranreserven und importieren derzeit 32 Millionen Pfund pro Jahr, wobei ein erheblicher Anteil aus Kasachstan stammt, einem Land, das sich nun tief in Chinas wirtschaftlicher Umlaufbahn befindet.
Die Zeit läuft ab.
Die Heilige Schrift erinnert uns in Sprüche 13,16 daran, dass „ein kluger Mensch mit Wissen handelt.“ Eine Nation, die ignoriert, wo ihre Feinde Macht sichern, im Boden, in den Pipelines, in den Reaktoren, handelt nicht mit Wissen.
Sie schlafwandelt in die Abhängigkeit.
Die Vereinigten Staaten müssen konkurrieren, investieren und präsent sein, bevor die Ressourcen, die unsere Zukunft antreiben, vergeben sind.



