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Machtkarte des Miami-Gipfels
Der Miami G20 2026 tagt vom 14. bis 15. Dezember im Trump National Doral, mitten im 250. Jubiläumsjahr der Vereinigten Staaten.
Das ist kein zufälliger Veranstaltungsort, sondern eine Bühne. Trump möchte, dass jeder Staatschef, der nach Florida einfliegt, versteht: Diese G20 dreht sich um harte Macht, Energiesicherheit und Lastenteilung, nicht um einen weiteren Debattierklub nach UN-Vorbild.
Wenn er die Idee ins Spiel bringt, Russland wieder an den Tisch zu holen, „falls es ernsthaft an Frieden und Respekt interessiert ist“, sagt er damit auf eine andere Weise: Der Westen muss auf Interessen aufgebaut sein, nicht auf Gefühlen (kubanisches Essen würde allerdings bei den Gefühlen ansetzen).
Die stille schwarze Liste der G20
Aus diesem Blickwinkel betrachtet ist Spaniens Ausschluss aus der G20-Planung eine stille schwarze Liste, kein Verwaltungsfehler.
Madrid fiel vom nahezu automatischen Gaststatus auf keinen Platz am Vorbereitungstisch, nachdem Pedro Sánchez sich mit Progressiven im Stil von Lula verbündet hatte.
Er und andere lateinamerikanische Liberale lieben es, Washington in Sachen Iran und Israel zu belehren, und liebäugeln mit einer „strategischen Autonomie“ auf Distanz zu den USA.
Trump nutzt den Zugang zu Miami 2026, um Regierungen zu belohnen, die die Kosten für Verteidigung und Energiesicherheit mittragen, während Länder, die NATO-Schutz genießen, aber gegen US-amerikanische Macht posieren, gerade erfahren, wie es sich anfühlt, vor der Tür zu stehen.
Botschaft an Europa und Lateinamerika
Das trifft Europa und Lateinamerika gleichzeitig.
Für Brüssel ist es eine Warnung, dass NATO- und G20-Privilegien nicht selbstverständlich sind, wenn man auf US-amerikanischer Sicherheit trittbrettfährt und gleichzeitig Fototermine mit Teheran und Peking sucht.
Für die spanischsprachige Welt sagt die Marginalisierung von Sánchez bei einem Miami-Gipfel, der von Madrid, Bogotá und Buenos Aires aufmerksam verfolgt wird, etwas Einfaches: In einer aufstrebenden multipolaren Welt verankert man sich entweder bei den Vereinigten Staaten oder man treibt ab.
Strategische Klarheit schlägt billige antiamerikanische Theatralik jedes Mal.
¡Viva Miami! Kein Ropa Vieja für Sánchez



