Vertuschung im Kongress: 357 zu 65 blockiert Berichte über Fehlverhalten

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Der Ethikausschuss des Repräsentantenhauses argumentierte, dass der Gesetzentwurf Opfer erneut traumatisieren und die Kooperationsbereitschaft von Zeugen beeinträchtigen könnte.

Das Repräsentantenhaus stimmte mit 357 zu 65 Stimmen dafür, Berichte über sexuelles Fehlverhalten und Belästigung im Kongress vertraulich zu halten, mit starker überparteilicher Unterstützung.

Die Argumentation der Mehrheit, wie sie von Fraktionsführern und Befürwortern dargelegt wurde, stellt den Schutz der Privatsphäre der Opfer, die Verhinderung von Vergeltungsmaßnahmen gegen Beschwerdeführer und die Wahrung der Integrität des internen Verfahrens des Office of Congressional Ethics in den Mittelpunkt.

Sie argumentieren, dass eine Veröffentlichung künftige Opfer davon abhalten könnte, sich zu melden, sensible persönliche Details preisgeben und die Fähigkeit des Systems untergraben würde, Fälle diskret und wirksam zu lösen, wobei Diskretion über vollständige Transparenz gestellt wird in einer Kammer, in der viele Abgeordnete selbst verwundbar sind.

Politisch betrachtet ist diese Abstimmung ein Paradebeispiel für elitäre Selbsterhaltung. Wenn die Institution, die Gesetze für alle anderen schreibt, sich selbst von dem Maß an Kontrolle ausnimmt, das sie von der Öffentlichkeit verlangt, untergräbt das das Vertrauen in die Regierung auf allen Ebenen.

America First verlangt Rechenschaftspflicht von den Machthabern, ohne Ausnahmen, ohne doppelte Standards. Das Zurückhalten von Berichten über Fehlverhalten nährt nur die Wahrnehmung, dass der Kongress als geschützte Klasse agiert, abgekoppelt von den Menschen, denen er dient.

Ethisch und aus christlicher Perspektive widerspricht das Verbergen von Sünde hinter institutionellen Mauern dem Aufruf, im Licht zu wandeln.

Wie Richard C. H. Lenski in seinem Kommentar zu Epheser 5,11–13 schrieb: „Der Christ soll nicht Gemeinschaft haben mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, sondern sie vielmehr strafen … denn alles, was gestraft wird, das wird vom Licht offenbar gemacht.“

Verheimlichung heilt nicht, sie ermöglicht weiteres Fehlverhalten.

Wahre Gerechtigkeit und Reue erfordern Offenlegung, nicht Unterdrückung. Die Schutzbedürftigen verdienen Schutz durch Wahrheit, nicht durch Geheimhaltung, die den Mächtigen nützt.

Moralische Klarheit besteht auf Offenheit, alles andere ist Mittäterschaft.